„Wir sind dann mal weg!“

Viertklässler der GS Oberpöring-Wallerfing und GS Stephansposching tauschten für eine Woche die Schule mit dem „Alpinen Studieplatz“ an der Jugendherberge in Garmisch-Partenkirchen

Die Aufregung war groß, als am Montag früh der Bus in Richtung Gebirge startete. Nach nur einer Woche Schule gingen beide Klassen mit vollgepackten Koffern auf die Reise. Bereits die Ankunft in Garmisch hatte eine faustdicke Überraschung für sie bereit, denn am Wochenende hatte es bis in die tiefen Lagen geschneit und sowohl das Wettersteingebirge als auch das Karwendel zeigten sich tief verschneit. Zimmervergabe, Betten beziehen und einige Infos rund um die Jugendherberge waren schnell erledigt. Einige meinten: „Das ist ja fast wie im Hotel!“ Es konnte also losgehen und die nächsten Tage zeigten sich erfreulich sonnig- das Wetter spielte also bestens mit.
Beide Klassen hatten einige Programmbausteine vom „Alpinen Studienplatz“ gebucht. Dabei war die Kräuterwanderung mit anschließender Zubereitung der besten Kräuterbutter, die die Kinder je gegessen hatten. Selbst gemacht ist immer lecker. Es gab einen Kletterkurs an der hauseigenen Kletterwand, bei der nicht nur geklettert wurde, sondern mit Klettertrainer Frank auch das Sichern des Seilpartners sehr genau besprochen und trainiert wurde. Außerdem unternahm man eine geführte Nachtwanderung zur Burgruine Werdenfels, bei der die Schüler alle Sinne gebrauchen mussten. Die Tast-, Hör-, Orientierungs- und Riechspiele fanden großen Anklang und je dunkler es wurde, desto ruhiger wurde es. Oben angekommen gab es dann noch die Legende der Sieglinde, der man gespannt lauschte. Beim Rückweg erleuchtete man die Strecke wieder, in dem Fackeln angezündet wurden. Nach der Rückkehr um Mitternacht freuten sich alle auf das wohl verdiente Bett.
Doch auch eigene Unternehmungen kamen nicht zu kurz. Beim Besuch im Wellenbergbad in Oberammergau wurde nach Herzenslust gerutscht, geplantscht, getaucht oder im warmen Außenbecken gechillt. Der Stadtbummel mit dem dazu kombinierten Ortserkundungsquiz wurde zum einen genutzt, um kleine Andenken zu erwerben. Zum anderen erfuhren die Kinder einiges Wissenswertes über den Ort Garmisch und scheuten sich nicht davor, Passanten zu befragen. Einige informierten sich im Tourismusamt gleich exklusiv- man muss sich nur zu helfen wissen. Selbstverständlich durfte auch ein Abstecher zur Skisprungschanze nicht fehlen. In Natura gesehen staunte man nicht schlecht, wie hoch sie wirklich ist. Was fehlte noch? Natürlich- die Partnachklamm, mit ihren beeindruckenden Felswänden, dem tosenden Wasser und der enormen Lautstärke- Naturgewalt vom Feinsten und Quellwasser direkt von oben.
Die Woche verging wie im Flug, was bleibt ist für 10-jährige eine erste Erfahrung „ fast allein“ zu verreisen, nette Kontakte mit Schülern aus einer anderen Schule im Landkreis, die man vielleicht im kommenden Jahr in der weiterführenden Schule wiedersieht und bleibende Eindrücke der wunderbaren Bergwelt von Wetterstein- und Karwendelgebirge- nicht zu vergessen der tolle Blick auf die Zugspitze, bekanntlich der höchste Berg Deutschlands.

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